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Name:ADHS-Initiative Kempen-Viersen
Art der Einrichtung:Elterninitiative
Adresse:c/o Fr. Helga Lambertz
Steckendorf 23
47929 Grefrath
Sprechzeiten:Gruppentreffen:
Jeden 1. Mittwoch im Monat, 20.00 Uhr
(bei obiger Adresse)
Kontakte:Fr. Helga Lambertz
Telefonnummern:
Allgemeine Telefonnummer0 21 58 / 43 11
Fax0 21 58 / 80 15 75
Mail-Adressen:info@hyperaktive.de
Homepage:http://www.hyperaktive.de/
Kommentar:Viele Eltern hyperaktiver Kinder haben einen langen und frustrierenden Marsch durch die Instanzen hinter sich. Sie sind gleichgültig oder ungeduldig abgewiesen worden, wo sie sich Hilfe erhofften. Sie haben viele Jahre schwierigen Familienlebens oder sogar eine Scheidung durchgemacht und fühlen sich alleingelassen. Sie brauchen vorurteilsfreie Zuhörer, möchten mit Fachleuten ins Gespräch kommen, suchen Lebens- und Lernhilfen, brauchen Hinweise auf einschlägige Veröffentlichungen oder schulische Richtlinen. Andere möchten ihre leidvoll erworbenen Kenntnisse und Erfahrungen an ebenfalls Betroffene weitergeben oder an die Öffentlichkeit gehen.

Einer Studie des NRW-Gesundheitsministeriums zufolge bezeichnen 40 Prozent aller Mütter ihre Kinder als verhaltensauffällig. Eltern, Lehrer und Kinderärzte stuften jeweils 13 Prozent der ihnen vorgestellten Kinder als hyperaktiv ein. Dabei stimmten ihre Beurteilungen aber nur bei 1,3 Prozent der Kinder überein.

Hyperaktivität als Krankheitsbild - was auch immer im Einzelfall die Ursache sein mag - gibt es tatsächlich. Dennoch sind „Zappelphilipp und Störenfrieda selten im medizinischen Sinne krank und damit behandlungsbedürftig. Die Vermutung liegt also nahe, dass die „Diagnose: Hyperaktivität im Trend liegt und oft Kinder trifft, die für ihre Umgebung aus welchen Gründen auch immer zur Belastung geworden sind. Sind sie erst einmal als „hyperaktiv abgestempelt, beginnt oft ein sich selbst generierender Teufelskreis, der nicht selten in der Vergabe des paradox, das heißt beruhigend wirkenden Psychostimulansmittels Ritalin endet. In den USA wird Ritalin inzwischen bereits in großem Maßstab an Schulkinder verteilt. Ein Trend, der auch deutsche Schulen erreichen wird? Experten, wie der in unserer Sendung aufgetretene Prof. Voß, kritisieren die Vergabe von Ritalin als eine Medikamentisierung von sozialen Phänomenen. Seiner Meinung nach ist ein Großteil der als „hyperaktiv diagnostizierten Kinder ein Opfer unserer heutigen durchgedrehten, hektischen Lebenswelten, in der immer weniger Raum, Zeit und Geduld für Kinder, vor allem energiegeladene Kinder, vorhanden ist. Dennoch kann die Vergabe von Ritalin in Einzelfällen gerechtfertigt sein, wenn zum Beispiel eine Familie der Belastung durch ein überaktives Kind nicht mehr gewachsen ist und sie auseinander zu fallen droht.

DAS ZIEL DER ELTERNINITIATIVEN

Viele Eltern hyperaktiver Kinder haben einen langen und frustrierenden Marsch durch die Instanzen hinter sich. Sie sind gleichgültig oder ungeduldig abgewiesen worden, wo sie sich Hilfe erhofften. Sie haben viele Jahre schwierigen Familienlebens oder sogar eine Scheidung durchgemacht und fühlen sich alleingelassen. Sie brauchen vorurteilsfreie Zuhörer, möchten mit Fachleuten ins Gespräch kommen, suchen Lebens - und Lernhilfen, brauchen Hinweise auf einschlägige Veröffentlichungen oder schulische Richtlinien. Andere möchten ihre leidvoll erworbenen Kenntnisse und Erfahrungen an ebenfalls Betroffene weitergeben oder an die Öffentlichkeit gehen.